Es gibt ein paar Grundprinzipien, die man bei der Pferdernährung kennen sollte. Wer sie versteht, trifft bessere Entscheidungen: beim Kauf von Futter, bei der täglichen Fütterungsroutine und wenn das Pferd Signale sendet, dass etwas nicht stimmt. Wir erklärten wie Pferdeernährung grundsätzlich funktioniert, welche Futtermittel welche Rolle spielen und welche Fehler sich am häufigsten einschleichen.
Dein Pferd ist ein Dauerfresser - kein Mahlzeittier
Das wichtigste Prinzip zuerst: Das Verdauungssystem des Pferdes ist auf kontinuierliche Nahrungsaufnahme ausgelegt. In der Natur verbringt ein Pferd bis zu 16 Stunden täglich mit Fressen und das langsam, gleichmäßig, faserreich.
Wer ein Pferd zweimal täglich mit einer großen Kraftfutterportion versorgt und dazwischen wenig Raufutter anbietet, arbeitet gegen dieses System. Die Folgen können Magengeschwüre, Kolik oder Verhaltensauffälligkeiten sein. Das kann eintreten, nicht weil das Pferd krank ist, sondern weil sein Grundbedürfnis nicht erfüllt wird.
Die Faustregel: Raufutter (Heu oder Stroh) sollte immer verfügbar sein oder zumindest keine langen Fresspausen entstehen. Alles andere – Kraftfutter, Mineralfutter, Ergänzungsmittel – baut darauf auf.
Die drei Säulen der Pferdeernährung2>
Grundlage
Raufutter
Heu ist das wichtigste Futtermittel für die meisten Pferde. Es liefert Rohfasern, die das Verdauungssystem braucht, und hält den Magen kontinuierlich beschäftigt. Für ein leicht arbeitendes Freizeitpferd kann gutes Heu die komplette Energieversorgung abdecken. Die Qualität des Heus macht dabei einen großen Unterschied. Schimmeliges, staubiges oder übermäßig zuckerreiches Heu verursacht mehr Probleme als zu wenig davon.
Getreide, Müsli und Pellets liefern konzentrierte Energie. Sie sind sinnvoll, wenn das Pferd durch Sport, Trächtigkeit oder Wachstum mehr Energie braucht, als Raufutter allein liefern kann. Für viele Freizeitpferde sind sie schlicht nicht nötig – und können bei Überversorgung mehr schaden als nützen.
Heu und Gras decken nicht immer den vollständigen Mineralbedarf ab. Besonders Natrium, Magnesium und Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen können je nach Herkunft des Futters und Bodenbeschaffenheit der Region zu kurz kommen. Ein gutes Mineralfutter gleicht diese Lücken gezielt aus – ohne das Grundfutter zu ersetzen.
Gesunde Pferdeernährung ist keine Frage von möglichst vielen Zusätzen oder dem teuersten Futter. Sie folgt ein paar einfachen Grundsätzen: Raufutter zuerst – immer. Kraftfutter nur, wenn der Bedarf es erfordert. Mineralversorgung regelmäßig prüfen, gerade wenn das Heu aus unbekannter Quelle stammt. Wasser in ausreichender Menge, frisch und sauber, jederzeit zugänglich. Und: Veränderungen langsam einführen – das Verdauungssystem des Pferdes reagiert empfindlich auf abrupte Futterumstellungen.
Kräuter haben in der Pferdeernährung eine lange Tradition – und eine sinnvolle Rolle, wenn man sie richtig einsetzt. Bestimmte Pflanzen können das Wohlbefinden unterstützen, die Verdauung anregen oder das Immunsystem stärken. Wichtig ist dabei: Kräuter ergänzen eine gute Grundversorgung, sie ersetzen sie nicht.
Zu viel Kraftfutter bei zu wenig Bewegung. Zu wenig Raufutter, zu lange Fresspausen. Mineralfutter nach Bauchgefühl statt nach Bedarf. Futterumstellungen über Nacht. Und immer wieder: das Vertrauen auf Empfehlungen aus dem Stall, die nicht zum eigenen Pferd passen. Wer diese Fallstricke kennt, vermeidet die häufigsten Probleme – bevor sie entstehen.
Das Grundnahrungsmittel von Pferden ist Gras, und in der Natur ernähren sich Pferde meistens von der Weide. Allerdings sollte man bei dieser Art der Pferdefütterung über genug Weide, Pflanzen und Kräuter verfügen. Die Zusatzfütterung richtet sich nach dem Gewicht und der Leistung des Pferdes. Die Ernährung eines Pferdes sollte abwechslungsreich und nährstoffreich sein.
Die Pferdeernährung ist ein sehr vielschichtiges Thema, nicht jedes Pferd ist gleich und Geschmäcker sind unterschiedlich, genau wie bei uns Menschen. Pferde fressen hauptsächlich Heu und Stroh, also Raufutter. Da reine Raufutterkomponenten jedoch nicht über die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe verfügen, sollten Ergänzungsfuttermittel zugesetzt werden. Aber auch für die Pferdeernährung ist Gras wichtig. Die Ernährung sollte auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt sein, z. B. haben Leistungspferde einen deutlich höheren Energieverbrauch als ältere Tiere, die sich eher selten bewegen.
Hinweis
Die Informationen auf dieser Website sind nur für die allgemeine Orientierung gedacht. Sie ersetzen keine professionelle tierärztliche Beratung. Wenn Sie die Ernährung Ihres Pferdes ändern wollen, fragen Sie Ihren Tierarzt. Wir übernehmen keine Verantwortung für gesundheitliche Probleme, die durch genannte Produkte entstehen.
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